|| Author: Duncan Riley|

Porsche tarifvertrag 2018

Der Wandel der Automobilindustrie stellt auch für Porsche eine Vielzahl neuer Herausforderungen dar. Dies hat zur Einführung eines strategischen Kompetenzmanagements geführt, um die mittel- bis langfristigen Qualifikationen, die mittel- bis langfristig im gesamten Unternehmen erforderlich sein sollen, systematisch zu ermitteln. Bei dieser Methode erfassen interdisziplinäre Teams aktuelle Aufgaben und Fähigkeiten, bevor sie eine Passlückenanalyse mit zukünftigen Aufgaben verwenden, um die erforderlichen Fähigkeiten zu ermitteln. Alle festgestellten Qualifikationslücken können somit frühzeitig durch gezielte Umschulung und Weiterbildung, vorausschauende Einstellung und neue Prioritäten in der Weiterbildung behoben werden. Diese Methode wurde 2018 in Forschung und Entwicklung eingeführt, bevor sie ein Jahr später in den regulären Betrieb überführt wurde. Über 300 Mitarbeiter haben bereits an spezifischen Qualifizierungsprogrammen zu Themen wie Elektrifizierung und Mechatronik teilgenommen. Porsche hat den Roll-out im Berichtsjahr auf drei weitere Abteilungen (Produktion, Beschaffung und Finanzen & IT) ausgeweitet und will bis Ende 2020 seinen ersten unternehmensweiten Kompetenzatlas erstellen. Die bei der Porsche AG für Arbeitsverträge festgelegten Gehälter basieren auf dem Tarifvertrag für die metallverarbeitende Industrie. Die individuelle Vergütungsstruktur basiert auf der Qualifikation und Erfahrung des Mitarbeiters.

Alle Betriebsbeschäftigten sind durch Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen abgedeckt. Bei Porsche ist es die jeweilige Rolle auf Basis des Vergütungsrahmenvertrags, die zur Festlegung gerechter und fairer Entlohnung herangezogen wird. Ein zusätzliches Paket, das in Bezug auf den künftigen Arbeitsmarkt vereinbart wurde, kombiniert eine Vielzahl von Arbeitszeitregelungen wie Gleitzeit, freiwillige Sabbaticals und Pflegeurlaub. Als Mitgliedsunternehmen des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall beteiligt sich das Unternehmen auch aktiv an der Sozialpartnerschaft zwischen der Metall- und Elektroindustrie und der Gewerkschaft IG Metall. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie spielt für Porsche eine wichtige Rolle. Es gibt zahlreiche Angebote, die im Rahmen von gemeinsam mit dem Betriebsrat getroffenen Vereinbarungen genutzt werden können. So werden an den verschiedenen Porsche-Standorten in Kooperation mit lokalen Partnern Betreuungsplätze in Kindergärten angeboten. Darüber hinaus werden die Kinder von Mitarbeitern während der Sommerferien an den Standorten rund um Stuttgart betreut – inklusive Shuttle-Service. 2019 wurde zum zweiten Mal ein “Code Camp” zusammen mit der “Code + Design Initiative” angeboten. Hier können junge zukünftige Programmierer ihr Wissen in spannenden Projekten erweitern. Mit Ausnahme der Weihnachtsferien werden die Kinder auch in den verbleibenden Schulferien betreut.

Porsche berücksichtigt die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter und fördert flexible Arbeitsmöglichkeiten in Bezug auf Arbeitsplatz und Arbeitszeiten und sorgt so für maximale Flexibilität in jeder Situation. Infolgedessen wurde eine Betriebsvereinbarung getroffen, um mobiles Arbeiten zu ermöglichen. Dies gibt den Mitarbeitern die Flexibilität zu entscheiden, wo und bis zu einem gewissen Grad, wenn sie ihre Aufgaben abilbten, weg von den Porsche-Betriebsstandorten. Weitere Optionen reichen von der Flexitime bis zur aktuellen Lebensphase des Mitarbeiters bis hin zum Pflegeurlaub, der es ihm ermöglicht, Familienmitglieder zu unterstützen. Mitarbeiter können auch freiwillige Sabbaticals nehmen oder Teilzeit arbeiten. Darüber hinaus entscheiden sich viele für Elternzeit. Porsche hilft diesen Personen dann bei der reibungslosen Rückkehr ins Berufsleben und informiert sie während des Elternurlaubs über weitere Qualifikationen, die den Prozess der Rückkehr ins Berufsleben vereinfachen könnten. Im Berichtsjahr nahmen insgesamt 1.322 (2018: 1.205) Beschäftigte Elternzeit, davon 243 (2018: 253) Frauen und 1.079 (2018: 952) Männer. Der Qualifikations- und abteilungsübergreifende Austausch beginnt am ersten Tag bei Porsche, mit dem Porsche Warm-Up, um alle neuen Mitarbeiter willkommen zu heißen.

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